Französisch lernen in …
Sprachreisen in die französischsprachigen Länder
Über 100 Millionen Menschen auf allen Kontinenten sprechen Französisch. Natürlich in Frankreich, aber auch in Teilen von Kanada, von Belgien, der Schweiz und in vielen Ländern Afrikas ist das Französische die offizielle Sprache und damit auch Muttersprache der Bevölkerung. Zudem ist es in zahlreichen weiteren Ländern eine stark verbreitete Nebensprache, insbesondere in den arabisch-sprachigen Ländern Nordafrikas und in Indochina. Es gilt damit als Weltsprache, seine Eigenbezeichnung lautet „français“. Für 12% der Einwohner der Europäischen Union ist Französisch die Muttersprache. Dazu handelt es sich neben Englisch und Deutsch um die wichtigste Arbeitssprache der Europäischen Union. So liegen auch wichtige Institutionen der Union, wie das Parlament in Straßburg oder der Hauptsitz in Brüssel, in französischsprachigen Gebieten. Nach wie vor gilt Französisch als Sprache der Diplomatie, denn auch bei den Vereinten Nationen (UNO), sowie bei anderen internationalen Organisationen ist es wichtige Arbeitssprache.
Französisch zählt zu den romanischen Sprachen, wozu auch das heutige Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Rumänisch und weitere Sprachen zählen. All diesen Sprachen ist gemein, dass ihre Ursprünge im gesprochenen Latein (Vulgärlatein) der späten Antike liegen. Auf dem Gebiet des heutigen Frankreichs kam es durch die Eroberung durch das Römische Reich zu einer Verdrängung der keltischen Sprachen der einheimischen Bevölkerung. Dennoch hat sich bis heute ein starker Einfluss des Keltischen in der französischen Sprache gehalten. Eine noch größere sprachliche Beeinflussung fand einige Jahrhunderte später durch die Franken statt. Sie eroberten das ehemalige Gallien, wodurch der französische Wortschatz entscheidend mitgeprägt wurde. Dennoch blieb die Basis des Vulgärlatein erhalten, die Sprache der Sieger konnte sich an sich nicht durchsetzen. Vielmehr übernahmen die fränkischen Eroberer die Sprache der Besiegten. Das heutige hochsprachige Französisch entwickelte sich etwa ab 17. Jahrhundert. Für mehrere Jahrhunderte war es die vorherschende Sprache in europäischen Adelshäuser. Ein großer Einfluss ließ sich seitdem beobachten. Auch im Deutschen kennen wir daher Begriffe wie „Konversation“ oder „Manieren“.